BH

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Der BH ist wieder in Mode gekommen und gilt als schönes Kleidungsstück, um die weiblichen Rundungen zu betonen. Es gab mal eine Zeit in den Sechzigern und Siebzigern, als Frauen sich von dem BH befreien wollten. Es gab sogar öffentliche BH-Verbrennungen – aber das war alles ein Protest gegen zu viel Spießigkeit. Also liefen ein paar Jahrzehnte (in den 70er-, 80er- und auch 90er-Jahren) viele Frauen ohne BH herum. Die hatten entweder nichts drunter oder einfach ein Unterhemd an.

Nichtsdestotrotz ist es dann eben so gekommen, dass es so unangenehm wurde – viele Männer konnten nicht damit umgehen, glotzten immer wieder drauf –, dass viele Frauen gesagt haben: „Nein, das will ich nicht. Ich verdecke das wieder. Ich habe einen BH an, ohne den gehe ich nicht aus dem Haus.“

Es kommt auch immer darauf an, was es für ein BH ist und ob der gut passt, aber vor allen Dingen, ob er schön aussieht und eine hohe Qualität hat. Und natürlich ist der Übergang dann zu Reizwäsche und zu schöner Unterwäsche fließend. Da kann man eine ganze Menge Geld ausgeben, um sich schön zu machen und auch schön zu fühlen.

Die Abkürzung BH steht für Büstenhalter, und letzten Endes sollte es eine Unterstützung sein – etwas größere Brüste etwas Halt zu geben, damit die Haut sich nicht so schnell ausleiert und das Gewebe etwas straffer bleiben kann, einfach weil es eine mechanische Unterstützung bekommt. Das ist das eine, das Halten der Brust. Der andere Zweck ist das Verdecken der Brüste oder auch vor allen Dingen der Brustwarzen, die durch die Kleidung durchscheinen können.

Viele selbstbewusste Influencerinnen tragen heute keinen BH und spielen genau mit diesem optischen Reiz, dass man unter der Kleidung etwas erahnen kann. Weil das eben noch erlaubt ist – ganz nackt ist ja in Social Media nicht erlaubt –, aber wenn man nur Brustwarzen erahnen kann, dann lässt man den BH halt weg für solche Postings. Aber auch all das gehört zum Selbstbewusstsein einer Frau, und nicht jeder würde das machen. Es ist immer eine Frage der Ästhetik.

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