Mollige Susanne ist 48 und lebt in Bremen
Mein Kollege meinte neulich im Büro: „Bleib doch noch mal ein bisschen. Du bist mir so sympathisch. Mal gucken, was hier noch geht.“ Und ich, da ich nichts zu tun hatte, bin…
Der Sex im Büro ist so eine Fantasie von Männern: am Arbeitsplatz plötzlich spontan das Thema zu wechseln und, wenn keiner reinkommt und die Tür abgeschlossen ist, sich sexuell zu nähern – der Sekretärin oder der Kollegin oder so, vielleicht sogar der Chefin. Das Arbeitsumfeld, das sehr sachlich ist und von Ordnern und Akten und Computern geprägt ist, führt eben zu dem Reiz, genau das Gegenteil dort zu praktizieren: Sex auf dem Tisch, Sex auf dem Boden, im Bürostuhl vielleicht sogar.
Das sind Fantasien – nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen. Aber auch wenn es irgendwie immer wieder mal stattfindet, ist es doch in der Hauptsache eine Fantasie, die kaum praktiziert wird. Sowas kommt vor, aber dann in Filmen – Annäherungsversuche in Filmen. Auch in Pornofilmen wird das gerne als Thema verwendet. Und ja, es ist einfach nur ein Reiz.
Der Sex im Büro, wenn man ihn tatsächlich praktizieren sollte, ist mit sehr viel Vorsicht zu genießen, denn sich dort erwischen zu lassen hat unterschiedlichste Nachteile. Das kann zur Kündigung führen, das kann sein, dass der Ruf geschädigt ist, und eben auch die Arbeitsverhältnisse können nachhaltig gestört werden, wenn man nach dem einmaligen Spaß hinterher nur noch sich komisch anguckt. Deswegen gibt es ja auch diesen englischen Spruch: „Never fuck in the company.“ Soviel dazu.
Mein Kollege meinte neulich im Büro: „Bleib doch noch mal ein bisschen. Du bist mir so sympathisch. Mal gucken, was hier noch geht.“ Und ich, da ich nichts zu tun hatte, bin…